bepflanzte Dachterrasse

Nachhaltig keitsziele

Für die NHT ist gelebte Nachhaltigkeit ein Gebot der Stunde und Teil unserer ganzheitlichen und lebenszyklus-übergreifenden Arbeit.

Erstes Kapitel

UN-Nachhaltig keitsziele

scroll

UN-Nachhaltig keitsziele

Die übergeordneten Ziele der NEUE HEIMAT TIROL für eine nachhaltige Entwicklung


Durch die im Jahr 2015 von den Vereinten Nationen beschlossene "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung", wurden 17 nachhaltige Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) in Kraft gesetzt, welche auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene bis zum Jahr 2030 erreicht bzw. umgesetzt werden sollen.
Die NEUE HEIMAT TIROL hat den Weg zur Erreichung der Klimaschutzziele schon in den frühen 90er-Jahren eingeschlagen und zählt damit zu den absoluten Vorreitern in der österreichischen Wohnbaubranche.

Darüber hinaus fühlt sich die NEUE HEIMAT TIROL verpflichtet, sowohl unsere internen wie externen Prozesse nach den Zielen der SDGs auszurichten. Zur Erreichung eines nachhaltigen und ökologisch verantwortungsvollen Handelns im Rahmen der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele werden seitens der NEUE HEIMAT TIROL folgende Handlungsfelder als besonders relevant erachtet:

Gesundheit und Wohlergehen

Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.

Die Gesundheit und das Wohlergehen unserer BewohnerInnen und MitarbeiterInnen steht in der NEUE HEIMAT TIROL seit jeher im Mittelpunkt. 

Gesundes Bauen und Wohnen für unsere KundInnen hat bei der NEUE HEIMAT TIROL einen hohen Stellenwert. Unsere Gebäude werden mit besonders schadstoffarmen Materialen errichtet und bieten dadurch eine sehr gute Innenraumluftqualität. Dies wird durch regelmäßige, von unabhängigen Laboren durchgeführte, VOC-Tests (flüchtige organische Verbindungen) vor der Übergabe unserer Wohnbauten nachgewiesen. Zusätzlich versorgen unsere, mit modernster Komfortlüftung ausgestatteten, Wohngebäude die BewohnerInnen auch im Winter ohne Komforteinbußen mit konstant frischer Luft. Dies mit sehr positiven Effekten nicht nur für Allergiker oder an durch Feinstaub oder Verkehrslärm vorbelasteten Standorten.

weitere Info

Auch unsere Außenräume und technischen Anlagen erfüllen hohe Ansprüche für die große Diversität unserer BewohnerInnen. Gut ausgestattete Spiel- und Aufenthaltsplätze im Freien, als auch die konsequente Nachrüstung von Liftanlagen in Bestandsbauten fördern und ermöglichen ein gesundes Leben unserer BewohnerInnen bis ins hohe Alter. Die Errichtung von kommunalen Einrichtungen wie Seniorenheime, Schulen, Kindergärten sowie Gemeinezentren mit Räumen zur Begegnung und integrierten Arztpraxen komplettieren unser Selbstverständnis, ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters bestmöglich zu unterstützen.

Um dies alles bestmöglich umsetzen zu können sind gesunde und motivierte MitarbeiterInnen die wesentliche Grundvoraussetzung. Daher unterstützen wir innerbetriebliche Aktionen wie die „Gesunde Jause“ und regelmäßige gemeinschaftliche Gesundheitsvorsorgemaßnahmen. Weiterbildungsevents für eine verbesserte innerbetriebliche Kommunikation leisten einen wichtigen Betrag um zB. Stress am Arbeitsplatz zu verhindern und die Verbindung mit unseren KundInnen nachhaltig zu verbessern. Die Einhaltung und regelmäßige Überprüfung aller notwendigen Arbeitsschutzmaßnahmen stellt dabei nur die Basis dar.

Bezahlbare und saubere Energie

Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern.

Dauerhaft leistbares Wohnen bedeutet für die NEUE HEIMAT TIROL auch einen Zugang zu dauerhaft leistbarer, nachhaltiger und krisensicherer Energieversorgung sicherzustellen. Dies wird nur durch die Errichtung höchst energieeffizienter, also extrem energiesparender, Gebäude überhaupt möglich.

Die sauberste und günstigste Energie ist jene die gar nicht erst benötigt wird! Diesem Grundgedanken folgend, stellt der Passivhaus-Standard seit über 12 Jahren den gewählten Energieeffizienzstandard der NEUE HEIMAT TIROL dar. Das Passivhaus geht dabei weit über die geltenden Richtlinien der nationalen Gesetzgebung hinaus und erfüllt bereits jetzt die Anforderungen der Europäischen Union.
Das Grundprinzip des Effizienzstandards Passivhaus sorgt nun sogar dafür, dass diese höchst energieeffizienten und wohngesunden Gebäude schon heute beinahe zu 100% lokal und erneuerbar versorgt werden können. Seit 2015 gibt es daher für dieses Versorgungskonzept die neue Gebäudeklasse „Passivhaus PLUS“. Die NEUE HEIMAT TIROL wurde 2015 mit Österreichs erster, zertifizierter Passivhaus PLUS Wohnanlage in Innsbruck wieder ihrer Pionierrolle gerecht. In beinahe logischer Konsequenz entsteht daher nun in Rum bei Innsbruck das aktuell, weltweit größte Passivhaus PLUS Wohnquartier. Mit der Planung einer Wohnanlage ohne Heizung auf 1.300 Hm in Navis wird die NEUE HEIMAT TIROL ein weiteres Mal ihrer Vorreiterrolle nicht nur in Sachen Energieeffizienz gerecht.

weitere Info

Um nicht nur den ökologischen Ansatz, sondern auch die Betriebskosten und die Wirtschaftlichkeit dieser Maßnahmen optimal berücksichtigen zu können, ist es notwendig den Eigenverbrauch der erneuerbar erzeugten Energie im Gebäude zu maximieren. Dabei ist unterschiedlich zu betrachten, ob ein Mieterstrommodell (externer Contractor/Energieversorger) gewählt wurde oder eine Eigenfinanzierung möglich ist. Diese Einflussgrößen werden in der Projektentwicklung eines jeden NEUE HEIMAT TIROL Passivhaus PLUS bereits von Beginn an mitkalkuliert.
Das klare Ziel der NEUEN HEIMAT TIROL ist es, sowohl die Bestandsbauten als auch den Neubau konform mit der Tirol 2050 energieautonom Initiative so rasch als möglich klimaneutral und lokal erneuerbar zu versorgen. Die NHT strebt daher danach, bei jedem Neubau im Passivhaus-Standard das ökonomische und ökologische Maximum an erneuerbarer Energie, zB. in Form einer Photovoltaikanlage in Kombination mit einem optimal darauf abgestimmten haustechnischen Gesamtkonzept, vorzugsweise bereits auf Quartiersebene gedacht und geplant, zu realisieren.

Die Bewusstseinsbildung, als eines der wesentlichen zentralen Elemente einer Tiroler Nachhaltigkeits-Strategie, ist auch aus unserer Sicht höchst effizient einsetzbar. Deshalb hat die NEUE HEIMAT TIROL proaktiv das Forschungsprojekt „Speak Smart!“, gemeinsam mit Energie Tirol und der Stadt Innsbruck, initiiert um die Selbstkompetenz unserer BewohnerInnen im Bereich des nachhaltigen Handelns und der optimalen Nutzung, der durch die NEUE HEIMAT TIROL beigestellten höchst energieeffizienten Gebäude, im Sinne eines optimalen Zugangs zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie zu forcieren.

Nachhaltige Städte und Gemeinden

Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten.

Als gemeinnütziger Wohnbauträger und somit als einer der Hauptakteure für eine nachhaltige Stadtentwicklung haben wir uns das Ziel gesetzt, Projekte mit gesellschaftlichem Mehrwert zu schaffen. Angefangen von leistbarem Wohnen bis zu einer optimalen Integration von unterschiedlichen gewerblichen Nutzungen in einem Wohngebäude mithilfe einer modernen und flexiblen Infrastruktur stellen folgende Punkte weitere konkrete Maßnahmen dar:

Als aktiver Forschungspartner in mehreren Smart City-Projekten des Klima- und Energiefonds (Bundesministerium) beschäftigen wir uns schon heute mit den wichtigen Fragen der Zukunft. „Smartes Denken“ unserer BewohnerInnen und eine „Smarte Kommunikation“ unseres Hauses sind die Grundvoraussetzung für künftige „Smart Cities“.
Das NHT-Pilotprojekt „Workshops für nachhaltiges Wohnen“ diskutiert in regelmäßigen Abständen drängende Fragen mit ExpertInnen, Vertretern der Politik und den Bauschaffenden in Tirol.

weitere Info

Zum Schutz und zur Wahrung des regionalen Kultur- und Naturerbes wird ua. besonderer Wert auf den sensiblen Umgang mit gewachsenen Dorfstrukturen und unseren Südtiroler Siedlungen sowie generell Bedacht auf minimierte Bodenversiegelung und dabei maximaler Nutzflächendichte bei Neubauprojekten gelegt. Das „Reconstructing“ unserer bestehenden Südtiroler-Siedlungen und die Entwicklung unserer Neubauprojekte werden vom Gedanken der nachhaltigen und energieeffizienten Planung, vom Architekturwettbewerb bis hin zur Ausführung und dem späteren Betrieb, geleitet.

Regelmäßige Infrastrukturinvestitionen wie die Integration von Arztpraxen und Nahversorgern sowie die optimale Einbindung des öffentlichen Verkehrs in unsere Wohnanlagen stützen diese Maßnahmen zusätzlich. Dass dies nicht etwa mit hohen Kosten, sondern sogar mit der Möglichkeit der Errichtung von bezahlbarem Wohnraum in 5€-Wohnen Projekten verbunden ist, hat die NHT dabei als österreichweiter Pionier bereits vielfach unter Beweis gestellt.
Es versteht sich von selbst, dass auch diese sehr kosteneffizienten Gebäude, wie alle anderen, in energieeffizienter Passivhausbauweise errichtet werden.
Gelebte soziale Nachhaltigkeit, durch flexibel nutzbare Gemeinschaftsräume und Gemeinschaftsflächen sowie gemeinsam nutzbare Grünflachen in Form attraktiver Spielplätze, Blumenbeete aber auch integrierter Hoch- und Gemüsebeete, unterstützten unsere Quartiere dabei, inklusiv, sicher, zukunftsfähig und nachhaltig zu sein.

Um dies alles bestmöglich umsetzen zu können, stellen gut aus- und weitergebildete MitarbeiterInnen ein wichtiges Fundament dar. Als familienfreundliches Unternehmen mit ua. flexibler Arbeitszeit und gerechter Entlohnung sowie der Möglichkeit von Dienst- bzw. Dienstnehmerwohnungen ist es für die NEUE HEIMAT TIROL selbstverständlich, auch ein optimaler Arbeitsplatz für Menschen mit Beeinträchtigung zu sein.

Maßnahmen zum Klimaschutz

Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.

Eine wesentliche Funktion erfüllt der gemeinnützige Wohnbausektor Österreichs auch im Rahmen der weltweit diskutierten Klimaschutz-Strategie, also der Erfüllung des sogenannten Kyoto-Zieles.         

Dem Wohnbau kommt im Klimaschutz auf nationaler und regionaler Ebene eine besondere Bedeutung zu. Beim Neubau oder der Sanierung eines Gebäudes werden Entscheidungen über den Energieverbrauch und die lokalen Schadstoffemissionen der nächsten Jahrzehnte getroffen. Deshalb hat sich die NEUE HEIMAT TIROL bereits 2012 dazu entschieden, den weltweit angewandten und am besten validierten Gebäude-Effizienzstandard „Passivhaus“ im Neubau als Mindeststandard umzusetzen. Wir haben seither bereits mehr als 5000 Wohnungen im Passivhaus Standard fertiggestellt. Ca. 800 Passivhauswohnungen befinden sich aktuell in Bau und rund 700 weitere Passivhauswohnungen sind in Planung. Die NEUE HEIMAT TIROL gilt daher nun, gemessen an ihrer Geschäftsgröße, als Europas größter Passivhausbauer und als einer der energieeffizientesten Bauträger Österreichs.

weitere Info

Für die Erreichung der nationalen Klimaschutzziele und dem Programm „Tirol 2050 energieautonom“, werden nun aber künftig auch mindestens die Passivhausklassen Plus & Premium (Netto-Null und Plus-Energie), welche eng mit der Erzeugung erneuerbarer Energie am Gebäude verknüpft sind, umzusetzen sein. In logischer Konsequenz entsteht daher nun in Rum bei Innsbruck aktuell das weltweit größte Passivhaus PLUS Quartier der NEUE HEIMAT TIROL.
Unser Fazit daher: Die Energiewende schaffen - mit höchsteffizienten Gebäuden die nicht nur Energie verbrauchen, sondern auch selbst erzeugen!

Der Passivhaus PLUS-Standard erfüllt nebenbei als erster deklarierter Effizienzstandard die Anforderungen der Europäischen Union an „Nearly Zero Energy Buildings“ (NZEB). Die Richtlinie der EU ist seit 2019 für öffentliche Gebäude in Kraft und gilt für alle anderen Gebäude seit Januar 2021. Gemeinden und Städte die mit uns ihre Gebäude kostenoptimal und dabei enkeltauglich bauen sind also bereits jetzt auf der sicheren Seite.
Ganz im Zeichen unseres eigenverantwortlichen Handelns, blickt die NEUE HEIMAT TIROL dabei aber auch über die Tiroler Landesgrenzen hinaus und unterstützt zB. die klimaaktiv Initiative des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Innovation und Technologie.
Unsere aktuell 111 klimaaktiv deklarierten Gebäude unterstreichen den verantwortungsvollen Umgang der NEUE HEIMAT TIROL am Bausektor und damit die hohe Verlässlichkeit für Tirols Gemeinden und deren Umweltagenden.

Durch die ambitioniert gewählten Energieeffizienzmaßnahmen und eine Umrüstung unserer zentralen Heizanlagen setzen wir aber auch im Bereich der Sanierung einen klaren Akzent für die geplante Dekarbonisierung und den Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis 2030. Wir unterstützen die Tiroler Gemeinden und Städte dabei aktiv die Sanierungsrate bei Gebäuden von derzeit ca. 1,33% auf die bekanntermaßen notwendigen 3% zu erhöhen. Dies kombinieren wir naheliegend mit ökoBezahlnomisch wie ökologisch optimierter Nachverdichtung des Wohnraumes.
In den vorliegenden Energie-Szenarien zum Programm „Tirol 2050 energieautonom“ ist absehbar, dass der EnerPHit Passivhaus-Sanierungsstandard in Kombination mit erneuerbaren Energieträgern als künftiger Sanierungsstandard für die Erreichung der Klimaschutzziele festzulegen ist. Dies wurde in den aktuellsten Studien des Landes Tirol sogar bereits genauso bilanziert! Auch hier ist die NEUE HEIMAT TIROL wieder Tirol-weiter Pionier. Im Rahmen des EU Projektes „Sinfonia“ wurden durch die NEUE HEIMAT TIROL bereits über 60.000m² Nutzfläche erfolgreich im EnerPHit Passivhaus-Sanierungsstandard umgesetzt.


Aber auch bei ihrem Bürogebäude geht die NEUE HEIMAT TIROL mit gutem Beispiel voran. Die Sanierung der Firmenzentrale in Innsbruck mit hochwertigen thermischen Komponenten sowie der Integration erneuerbarer Energien (eine 100 m² Photovoltaikanlage und 100% Biogasversorgung für die Raumwärme) zeigt wie ernst uns dieses Thema ist.
Der Anreiz für unsere MitarbeiterInnen, Kurzstrecken in Innsbruck mit den zur Verfügung gestellten E-Bikes zu bewältigen, sowie die Anschaffung von Elektroautos als Poolfahrzeuge für lokal emissionsfreie Geschäftsfahrten im gesamten Tiroler Landesgebiet, trägt das holistische Denken der NEUE HEIMAT TIROL auch mitten in den Arbeitsalltag und das nachhaltige Selbstverständnis unserer MitarbeiterInnen.

Darüber hinaus stärken die laufenden Agenden der NHT auch folgende Entwicklungsziele:

  • 1 Keine Armut: Reduktion von Energiearmut bei finanziell vulnerablen BewohnerInnen
  • 4 Hochwertige Bildung: Gesteigerte Selbstkompetenz auf individueller und kommunaler Ebene durch „community ecoliteracy
  • 9 Industrie, Innovation und Infrastruktur: Forschung und Entwicklung im Kontext von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft
  • 10 Weniger Ungleichheiten: Unser Verständnis von gemeinnützigem Wohnbau kann Chancengleichheit sicherstellen
  • 15 Leben an Land: Ressourcenschonender Umgang mit Bauland sowie Konversationsflächen für Biodiversität
  • 17 Partnerschaft zur Erreichung der Ziele: Enges Netzwerk zwischen Wohnbauträgern, -förderung, -verwaltung und NutzerInnen
Nächstes Kapitel

Nachhaltigkeitsstrategie, Forschung & Innovation

scroll

Nachhaltigkeitsstrategie, Forschung & Innovation

Dem Wohnbau kommt im Klimaschutz besondere Bedeutung zu. Beim Neubau oder der Sanierung eines Gebäudes werden Entscheidungen über den Energieverbrauch der nächsten Jahrzehnte getroffen. Die Bauqualität beeinflusst das Leben der BewohnerInnen alltäglich und trägt wesentlich zur Zufriedenheit und Gesundheit bei. Aus den vorgenannten Gründen, globalen und lokalen Klima-Szenarien und -Zielen sowie im Einklang mit dem Leitbild der NHT ergeben sich die Kernpunkte der NHT Klimaschutz- & Nachhaltigkeits-Strategie.

 

"Die NHT verfolgt aufmerksam die sich laufend ändernden Anforderungen im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit und nimmt darauf im Kontext ihrer Kernkompetenz, der Schaffung sozial verträglichen, klimaschonenden und leistbaren Wohnraumes, aktiv und positiv Einfluss."

Prok. Ing. Engelbert Spiss, Geschäftsbereichsleitung Bau

Energieeffizienz Neubau


Im Rahmen der geplanten NHT-Dekarbonisierung bis 2030, für die Erreichung der nationalen Klimaschutzziele #mission2030 und dem Programm „Tirol 2050 energieautonom“ des Landes Tirols, werden künftig die Passivhausklassen PLUS & Premium, welche eng mit der Erzeugung erneuerbarer Energie am Gebäude verknüpft sind, forciert. Der Passivhaus PLUS Baustandard zeichnet sich durch seine zukunftsfähige Kombination aus niedrigstem Energiebedarf und maximierter Energieerzeugung am Gebäude/Objekt aus. Der Passivhaus-Standard sowie die klimaaktiv-Bronze Deklaration wird als NHT-Neubau-Mindeststandard festgelegt.

Energieeffizienz Sanierung 


In den aktuellsten Studien des Landes Tirol (Energie-Szenarien 2019 zum Programm „Tirol 2050 energieautonom“) ist, bei der darin anvisierten Sanierungsrate von 1,33% (1% Summe Stufensanierung + 0,33% Umfassende Sanierung) der EnerPHit Passivhaus-Sanierungsstandard bereits bilanziert. Im EU FP7 Sinfonia Projekt wurde der EnerPHit Sanierungsstandard in Kombination mit Komfortlüftung, WRG und erneuerbaren Energieträgern bereits durch die NEUE HEIMAT TIROL erfolgreich implementiert. Die NHT forciert diesen Sanierungsstandard im Rahmen einer kostenoptimalen Ausführung auch weiterhin.
 

Erneuerbare Energieträger


Die NHT forciert den Ausbau der Erneuerbaren im Rahmen der Versorgung ihrer Bauten und BewohnerInnen und tritt daher sowohl als starker Partner als auch mit konkreten Forderungen an Land, Kommunen und lokale Energieversorger im Sinne der gesellschaftlichen Transformation auf.

Klimawandel Adaption


Die NHT nimmt, mit Blick auf eine Zunahme von Hitzetagen in Tirol, aktiv und bestmöglich Bezug auf eine mögliche, sommerliche Überhitzung ihrer Gebäude im Neubau und Bestand. Mittels adaptierter Dämmmaßnahmen, geeigneter Wohnraumlüftung, optimierten Verglasungsflächen, baulicher und aktiver Verschattung, ggfs. Begrünung sowie einer, im Rahmen erneuerbarer Energieversorgung, nachhaltigen aktiven Kühlstrategie werden Maßnahmen für die Planung und Umsetzung unserer Gebäude erarbeitet.      

Interaktion Mensch-Umwelt-Technik : Erhöhung der Selbstkompetenz unserer KundInnen


Neben den notwendigen wissenschaftlichen, bau- und finanztechnischen Innovationen benötigt eine gesellschaftliche Transformation im Bereich Gebäude auch die verstärkte Hinwendung zum menschlichen Individuum. Die angepeilten Ziele und Strategien können nur erfolgreich sein, wenn die NHT ihre BewohnerInnen als wichtigste Komponente in diese Maßnahmen voll integriert. Dies resultiert aus einer optimalen Kommunikation mit unseren KundInnen, der Stärkung der Selbstkompetenz unserer KundInnen und einer daraus im Anschluss möglichen, verstärkten Einbindung in sinnvolle Entscheidungsprozesse. Hierbei wird ein hohes Identifikations- und Zufriedenheitspotential erreicht. Ganz nebenbei, aber besonders wichtig, werden die technischen und baulichen Innovationen der NHT mitgetragen und können so erst voll ausgeschöpft werden.

Daraus resultiert aber auch der NHT-interne Bedarf einer laufend angepassten und erhöhten Kompetenz der NHT-MitarbeiterInnen sowohl im Bereich des Neubaus und Sanierung, als auch im Verkauf und der Hausverwaltung. Nur wenn wir selbst in voller Kenntnis und dadurch auch überzeugt von unserem Produkt sind, können wir dieses Wissen und unsere Überzeugung auch optimal an unsere KundInnen weitertragen.


Pionier des Wandels


Die NHT versteht sich als gesellschaftlicher Pionier des Wandels und unterstützt aktiv Transformationen entlang von positiven, geteilten und nachhaltigen Visionen. Sie ist und bleibt daher verlässlicher Partner im Rahmen nationaler und internationaler, wissenschaftlicher Forschungsprojekte, wo sie als proaktiver Thementräger und mit pionierhaften Umsetzungen auftritt.   

Aktuell beteiligt sich die NHT aktiv an drei nationalen Forschungsprojekten und einem internationalen:

Nationale Forschungsprojekte

FFG DigiPEQ – DigiPEQ – Kompetenzaufbau zur nachhaltigen Entwicklung und Umsetzung digitaler,
lebenswerter Plusenergie-Quartiere
Eingereicht Juli 2019 (Laufzeit Oktober 2020 bis April 2023)

weitere Info

Aus- und Weiterbildungsangebot der FH Technikum Wien für zwei Mitarbeiter der NHT. Dies ist eine maßgeschneiderte Qualifizierungsmaßnahme zur nachhaltigen Entwicklung und Umsetzung digitaler und lebenswerten Plusenergie-Quartiere. Inhalte sind u.a. die integrale Planung, Ausführung und Betriebsführung von Quartieren unter Einbezug der Klimaziele 2050.

FFG Smart City Speak Smart! ­– Speak Smart! – Intelligente Städte durch intelligente Kommunikation
Eingereicht September 2019 (in Bearbeitung)

weitere Info

Das Smart City Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, Kommunikation als wichtigen Bestandteil der Funktionsfähigkeit künftiger Smart Cities mit seinen oft komplexen Themenschwerpunkten Energieversorgung, -nutzung und –vernetzung zu definieren und anhand einer neuen, zielgerichteten Sprache zu optimieren. Die NHT kann die gewonnen Erkenntnisse bei ihren künftigen Bauvorhaben bereits in der Entwicklung der Immobilien anwenden und eine verbesserte Kommunikation im Bereich der Bewusstseinsbildung der BewohnerInnen aufbauen.

Bewohnerinnen und Bewohner von Liegenschaften in Telfs, Innsbruck und Hall werden Teil eines mehrjährigen Living-Labs. Hierbei werden verbesserte Kommunikationskanäle und Informationsmedien für künftige SMART Cities entwickelt.

SCHIG CityLogWörgl: City Logistik in Wörgl
Eingereicht September 2021 (in Bearbeitung)

weitere Info

Die neue Südtiroler Siedlung ist Versuchslabor und zentraler Angelpunkt des Projekts "CityLogWörgl", um möglichst viele Aspekte im Rahmen der veränderten Logistikprozesse abzubilden, vor allem unter Einbeziehung der in der neuen Siedlung ansässigen Bevölkerung in partizipative Prozesse. Den ansässigen WohnerInnen sollen im Projekt vor allem die Potentiale und Vorteile der Belieferung durch den regionalen Handel sowie veränderte Zustellpotentiale, aber natürlich auch Abholpotentiale im Rahmen von Quartierslösungen, wie etwa „White Label Kommunikations-Boxen“ bewusst gemacht werden.

Smart City Campagne, Innsbruck
Smart City Wörgl
Stadt der Zukunft: Kindergarten und Wohnturm St. Paulus, Innsbruck
Speak Smart Telfs
Sinfonia Sanierung Franzosenhäuser, Innsbruck
Sinfonia Sanierung Brucknerstraße/Hugo-Wolf-Str./Viktor Dankl-Str., Innsbruck
Sinfonia Sanierung Oswald Redlich Str., Innsbruck

Internationale Forschungsprojekte

EU H2020 outPHit - outPHit - TOWARDS HIGHLY ENERGY EFFICIENT AND DECARBONISED BUILDINGS
Eingereicht September 2019 (Laufzeit August 2020 bis Juli 2023)

weitere Info

Die Energie, die unsere Gebäude verschwenden, macht sie sowohl zu Verursachern des Klimawandels als auch zu Treibern von Energiearmut. Umfassende Sanierungen zur Bekämpfung dieser Ineffizienz und Verbesserung der Gebäudeleistung sind daher zentrale Elemente der Gebäudepolitik auf allen Ebenen. Die Umsetzung von qualitativ hochwertiger Sanierungen ist eine Herausforderung. Das outPHit Projekt verbindet Energiesprong-Ansätze und One-Stop-Shop mit den Passivhaus-Prinzipien und gestaltet Sanierungen kostengünstiger, schneller und zuverlässiger.

Bei diesem Projekt saniert die NHT drei Gebäude in St. Johann auf EnerPHit Standard. Hier wird zusätzlich der Schwerpunkt auf eine zentrale Energieversorgung frei von fossiler Energie gesetzt. 

abgeschlossene Forschungsprojekte

FFG Smart City „CAMPAGNE“– CAMPAGNE - Smart City Campagne-Areal Innsbruck
Eingereicht September 2016 (abgeschlossen 07/2021)

weitere Info

Es soll ein Best-Practice Beispiel für die Schaffung von nachhaltigem und kostengünstigem Wohnraum im Passivhausstandard geschaffen werden. Ziel ist die langfristige nachhaltige Quartiersentwicklung des Campagne-Areals Innsbruck zur „Zero Emission Urban Region“ sowie die Eingliederung in die Energiestrategie Tirol 2050.

Stadt der Zukunft “EEiG“ – Energetische Evaluierung von innovativen Gebäuden
Eingereicht Jänner 2018 (abgeschlossen 2020)

weitere Info

Mit den Gebäuden Kindergarten und Wohnturm St. Paulus wurde ein innovatives Projekt umgesetzt. Das Objekt wird nun messtechnisch untersucht, um Erkenntnisse für den Gebäudebetrieb bzw. für weitere Bauvorhaben zu generieren.

Interreg „Low Cost nZEB“ – Low Cost nZEB – Energieeffizienz und Leistbarkeit von Wohngebäuden
Eingereicht Juli 2018 (abgeschlossen 12/2021)

weitere Info

Die NHT nimmt unentgeltliche Angebote der Wissenschaftspartner (EIV, UIBK) in Anspruch, um an drei geeigneten Umsetzungsprojekten Sommerkomfort, Kosten und Wirtschaftlichkeit zu optimieren. Ziel: NHT-Tool zur Lebenszyklusbetrachtung/Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Die NHT stellt den wissenschaftlichen Partnern Planungs- und Ausführungsdaten der eigenen 5-EURO-Wohnbauten zur Verfügung. Hieraus sollen detaillierte und weiterführende Simulationsergebnisse für künftige NHT Projekte entstehen.

FFG Stadt der Zukunft „E.Vent“ - E.Vent - Effiziente, kostengünstige und wartungsfreundliche zentrale
Mehrfamilienhaus-Lüftungsanlagen – Planung, Betrieb und Brandschutz
Eingereicht September 2016 (Laufzeit Dezember 2016 bis Mai 2020)

weitere Info

Ziel des Projektes ist es, innovative technische Lösungen und Planungshilfen sowohl für die Errichtung neuer, als auch für den wartungsarmen Betrieb bestehender Anlagen, bereitzustellen. Synergien zwischen Brandschutz (Kaltrauchsperre) und Volumen-Stromregelung werden untersucht.

In diesem Projekt wurden von der NHT vier Projekte in Innsbruck und im Umland zur wissenschaftlichen Datenerhebung durch die UIBK im Sinne der genannten Projektziele zur Verfügung gestellt.

EU FP7 SINFONIA - SINFONIA - Smart INitiative of cities Fully cOmmitted to iNvest In Advanced
large-scaled energy solutions
Eingereicht Juni 2014 (Laufzeit Juni 2014 bis Juli 2020)

weitere Info

Das EU-Projekt SINFONIA hat es sich zum Ziel gesetzt, in den beiden Pionierstädten Innsbruck und Bozen durch qualitativ hochwertige Sanierungen sowie innovative Energiekonzepte den Energiebedarf um 40-50% zu senken, den Anteil an Erneuerbaren um 20% zu steigern und den CO2-Ausstoß um 20% zu reduzieren. 

Im Rahmen dieses Forschungsprojekts wurden von der NHT sieben Liegenschaften mit insgesamt 638 Wohnungen saniert. Die Erkenntnisse, die in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Technologien, Kundenpartizipation und aus dem Erfahrungsaustausch mit den Sinfoniapartnern gewonnen wurden, fließen bei zukünftigen Sanierungen in die Projektierung ein.

FFG Smart City Wörgl: Die Südtiroler Siedlung als „Zero Emission Region“ in der Smart City Wörgl
Eingereicht: Juli 2019 (abgeschlossen 09/2021)

weitere Info

Die Wörgler Südtiroler Siedlung wird in fünf Baustufen, auf über 27.000 m2, im Passivhausstandard mit insgesamt 360 Wohnungen erbaut und dient als urbanes Demonstrationsvorhaben. Konkreter Projektbestandteil ist das Baufeld 1 mit WÖ27.

Building Information Modeling


"Building Information Modeling", kurz bezeichnet als BIM ist in den letzten Jahren "DAS Schlagwort" in der Bauwirtschaft und im Speziellen auch in der Architektur.

Im Unterschied zu einer konventionellen zweidimensionalen Planung, können in einem "bauteilorientierten" dreidimensionalen Gebäudemodell die darin vorhanden Informationen abgerufen und verwendet werden. Zukünftig soll mit diesem digitalen Werkzeug der Planungsablauf, die AVA (Ausschreibung/Vergabe/Abrechnung), die Bauausführung und die Verwaltung abgebildet werden. Neben den geometrischen Daten werden auch solche zu den einzelnen Bauteilen, Materialeigenschaften, Kosten, Terminen etc. festgehalten. 

Als fortschrittliches Unternehmen ist die NHT immer am Puls der Zeit und optimiert ihre Workflows  entsprechend den technischen Gegebenheiten. So haben wir bereits im Jahr 2020 begonnen bei Neubauprojekten diese Planungsmethodik umzusetzen. Zukünftig stehen damit allen Projektbeteiligten die Daten zur Verfügung, sämtliche Planungsschritte sind dadurch transparent und nachvollziehbar.

Nächstes Kapitel

Energie kennzahlen

scroll

Energie kennzahlen

Von unseren insgesamt 20.157 Wohnungen mit rund 1,53 Millionen m2 Nutzfläche werden über 15.236 Wohnungen zentral beheizt. Durch den Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis 2030 wird der Einsatz von umweltverträglichen Energieträgern im Neubau und Bestand forciert.

Über 88% der Fernwärmeanlagen wird mit Energie aus Biomasse, Abwärme oder anderen umweltverträglichen Energiequellen gemäß Anforderungen der Wohnbauförderung beheizt.

Wohnungsanzahl
je Energieträger
Fernwärme 32%
Gas 27%
Einzelöfen 24%
Pellets 5%
Pellets/Gas 5%
Heizöl Extraleicht 3%
Wärmepumpe 3%
Sonstige 1%
  • Fernwärme
    32%
  • Gas
    27%
  • Einzelöfen
    24%
  • Pellets
    5%
  • Pellets/Gas
    5%
  • Heizöl Extraleicht
    3%
  • Wärmepumpe
    3%
  • Sonstige
    1%

Von den 15.236 zentralbeheizten NHT-Wohnungen werden

12%
mit Biogenen
Brennstoffen beheizt
38%
mit ökologischer
Fernwärme beheizt
4%
mit Wärmepumpen
beheizt
Ökologischer Anteil gesamt:
55,42%

13 Heizungsanlagen mit 637 Wohnungen und 48.405 m2 Nutzfläche wurden von fossilen Energieträgern auf eine nachhaltige Energieversorgung (Pellets, Wärmepumpe und Fernwärme) umgestellt.

Passivhaus

Mit inzwischen über 5.600 Wohnungen in „Passivhausbauweise“ ist die NHT Tirols größter Passivhausbauer. Die Energieeinsparung durch diese Bauweise ist enorm und liegt bei rund 16 Mio KWh.

Dieser Wert entspricht etwa:

1,6 Mio.
Liter Heizöl
1,6 Mio.
m3 Gas
0,8 Mio.
kg Pellets

Wussten Sie, dass man mit einem guten Haarföhn eine 100 m2 Wohnung in Passivhausbauweise beheizen könnte? Dafür ist nur eine Leistung von rund 1.700 Watt notwendig

Photovoltaik
Im Jahr 2021 wurden knapp 160 kWp Photovoltaikleistung installiert, dies entspricht etwa 950 m² Kollektorfläche. Insgesamt wurde bisher eine Fläche von rund 3.600 m2 mit Photovoltaikpanelen verbaut. Das Bürogebäude der NHT wurde bereits 2014 mit einer 15,4 kWp Photovoltaikanlage versehen. Der erzeugte Strom wird restlos im Bürohaus verbraucht.

Thermische Solaranlagen
Insgesamt konnten durch thermische Solaranlagen im Jahr 2021 ca. 4,4 Mio. kWh Wärmeenergie gewonnen werden. Damit könnten über 1.025 Wohnungen in Passivhausbauweise inkl. Warmwasser oder 630 in Niedrigenergiehausbauweise inkl. Warmwasser oder 440 Wohnungen in Altbauweise rein durch Solarwärme versorgt werden.

Nächstes Kapitel

Passivhaus & Passivhaus PLUS

scroll

Passivhaus & Passivhaus Plus

NHT Passivhaus Erfahrung, Entwicklung und Motivation


Ökologische Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren eine der drei Säulen der Unternehmensphilosophie der NEUE HEIMAT TIROL. Somit nimmt die NHT heute österreichweit eine Vorreiterrolle in verschiedenen energiebezogenen Themenbereichen rund ums Bauen ein.

1997 baute die NEUE HEIMAT TIROL das erste Passivhaus-nahe Projekt in Innsbruck am Mitterweg. Bei diesem Projekt wurde auch erstmals eine Komfortlüftung einschließlich Wärmerückgewinnung realisiert. Als nächsten Schritt realisierte die NHT im Jahr 2000 den Wohnkomplex „Lohbach“ in Innsbruck. Daraufhin folgte schließlich das erste qualitätsgeprüfte und zertifizierte Passivhaus-Wohnquartier „Lodenareal“ mit 354 Wohnungen. 2009 wurde dieses an höchst zufriedene BewohnerInnen übergeben. Für viele Jahre war dies die größte zertifizierte Passivhaus-Wohnanlage Europas und war damit Gegenstand vieler Untersuchungen und nationaler wie internationaler Fachexkursionen. Dieses Projekt wurde messtechnisch (TU Wien) und auch mit einer intensiven Mieterbefragung begleitet.

Diese Befragung zeigte mit mehr als 95% Wohnzufriedenheit in den Bereichen Komfort, Wohlbefinden und Kosten, den bei einer Neubauanlage der NHT bis dahin höchsten Zustimmungswert seiner BewohnerInnen auf. Dies war seitens der damaligen NHT-Geschäftsführung auch die Initialzündung, die Neubauten der NHT von da an maßgeblich nur mehr im Passivhaus Standard zu errichten. Seitdem baut die NEUE HEIMAT TIROL ausschließlich Passivhäuser. Sinkende Heiz- und Betriebskosten in unseren Häusern, sowie verringerter Aufwand im Bereich der Hausverwaltung zeigen seither weitere Vorteile dieses Effizienzstandards deutlich auf. Bis Dezember 2021 wurden beinahe 5.700 Wohnungen im Passivhaus Standard fertiggestellt. Ca. 1100 Passivhauswohnungen befinden sich aktuell in Bau und rund 500 Passivhauswohnungen sind geplant. Damit ist die NEUE HEIMAT TIROL der größte Passivhausbauer in Europa.

Der Passivhaus Standard - kurz vorgestellt

Classic
≥ 60
Erneuerbarer Primärenergie-bedarf
Plus
≥ 45
≥ 60
Erneuerbarer Primärenergie-bedarf Erzeugung erneuerbarer Energie
Premium
≥ 30
≥ 120
Erneuerbarer Primärenergie-bedarf Erzeugung erneuerbarer Energie

Im Passivhaus wird der für Gebäude typische Wärmeverlust durch Wände, Fenster und Dach drastisch reduziert. Durch eine hochwertige Wärmedämmung, Fenster mit Dreifach-Verglasung sowie einer luftdichten Gebäudehülle in Kombination mit einer Komfortlüftung, erreichen die Bauten der NHT dabei ganz nebenbei auch eine unübertroffene Wohn– und Lebensqualität. Asymmetrische Temperaturverteilungen im Wohnbereich, Zugerscheinungen oder die Schimmelproblematik gehören damit der Vergangenheit an. Letzteres entlastet massiv die Instandhaltungskosten und den Aufwand unserer Hausverwaltung.

Das Passivhaus PLUS - die Evolution im Gebäudeeffizienzbereich als neuer Baustandard der NEUEN HEIMAT TIROL:
Das Grundprinzip des Passivhauses sorgt nun sogar dafür, dass diese höchst energie-effizienten und wohngesunden Gebäude schon heute beinahe zu 100% lokal und erneuerbar versorgt werden können. Seit April 2015 gibt es daher für dieses Versorgungskonzept die neue Gebäudeklasse „Passivhaus PLUS“. Die Kennwerte für das Passivhaus PLUS sind daher ein max. Bedarf erneuerbarer Primärenergie (max. 45 kWh/m²a) in Kombination mit einer Erzeugung Erneuerbarer am Objekt von mind. 60 kWh/m²a.

Dabei ist die Betrachtung der Bezugsgröße für Erneuerbare speziell im mehrgeschossigen Wohnbau wichtig, um Fehloptimierungen bzw. –entwicklungen zu vermeiden. Der Energiebedarf und die Energieerzeugung werden idR. auf die Nutz- oder Wohnfläche eines Gebäudes bezogen.
Dabei tritt der folgende Effekt auf: Ein Gebäude kann auf seinem Dach mit einer Photovoltaikanlage nur eine bestimmte Menge an Energie erzeugen. Je mehr Geschosse (und damit je mehr Wohnfläche und mehr Nutzwert) dieses Gebäude aufweist, umso geringer wird die Energieerzeugung pro m² Wohn- bzw. Nutzfläche. Dadurch würden eingeschossige Wohngebäude gegenüber Mehrfamilienhäusern begünstigt, obwohl eingeschossige Wohngebäude einen viel höheren Flächen- und Ressourcenverbrauch aufweisen. Diese Bewertung führt zu Fehloptimierungen und wird daher im Passivhaus PLUS bewusst nicht angewendet. Hier wird die erneuerbar erzeugte Energie auf die Grundfläche (überbaute Fläche) bezogen. Damit können erstmals eingeschossige Wohngebäude und Mehrfamilienhäuser hinsichtlich der Energie-erzeugung mit vergleichbarem Maßstab bewertet werden.

Die NHT wurde bereits im Jahr 2015 mit Österreichs erster, zertifizierter Passivhaus PLUS Wohnanlage in Innsbruck wieder ihrer Pionierrolle gerecht.
 

Passivhaus Plus Wohnanlage in Rum
PH-PLUS Rum: Energieeffiziente Planung mit BIM auf höchstem Niveau stellt bei der NHT ein kostenoptimales und enkeltaugliches Gesamtkonzept sicher

In beinahe logischer Konsequenz entsteht daher nun in Rum bei Innsbruck aktuell das weltweit größte Passivhaus PLUS Quartier.
Hier kommt neben einer etwas erhöhten Energieeffizienz (Heizwärmebedarf bei 8 kWh/m²a) auch ein zeitgemäßer Einsatz erneuerbarer Energieträger zum Einsatz. Konkret wird eine 710 m² Photovoltaik-Anlage in Kombination mit 140 kWh-Stromspeicher sowie eine aus Abwasser über Wärmepumpen generierte zentrale Fernwärmeversorgung umgesetzt. Die damit erzeugte Energie wird in Kooperation mit derTIWAG als Mieterstrommodell zur Verfügung gestellt und für die dezentrale Warmwasserbereitung und Haustechnik verwendet. Auf diese Weise ist ein hoher Selbstversorgungsgrad möglich.
Die NHT setzt damit einen klaren Akzent für die geplante Dekarbonisierung und den Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis 2030.

"Die Energiewende schaffen - mit höchsteffizienten, wohngesunden und wirtschaftlichen Gebäuden, die nicht nur Energie verbrauchen sondern auch selbst erzeugen!"

Hannes Gschwentner
Technischer Geschäftsführer

Die wirtschaftliche Komponente des Passivhaus PLUS:
Um aber nicht ausschließlich den ökologischen Ansatz, sondern auch die Betriebskosten und die Wirtschaftlichkeit dieser Maßnahmen optimal berücksichtigen zu können, ist es notwendig den Eigenverbrauch der erneuerbar erzeugten Energie im Gebäude zu maximieren. Dies kann zB. mit der Integration von Batteriespeichern (Tages-Pufferspeicher) oder erweiterten Regelstrategien maßgeblich und wirtschaftlich beeinflusst werden. Dabei ist unterschiedlich zu betrachten, ob ein Mieterstrommodell (externer Contractor/Energieversorger) gewählt wird oder eine Eigenfinanzierung angedacht ist. Diese Einflussgrößen können bereits in den frühen Phasen der NHT-Projektentwicklung eines Passivhaus PLUS von Beginn an mitkalkuliert werden.


Tirol 2050 Initiative


Energiewende mit Versorgungssicherheit und ohne Komfortverlust ?
Weltweit steigt die Nachfrage nach Energie. Die Lage an den Energiemärkten spitzt sich zu. Energiepreise steigen. Die zunehmende Verbrennung fossiler Energieträger beschleunigt die Klimakrise dramatisch. Tirol will daher spätestens 2050 energieautonom sein.
Das international ausgerufene Klimaziel „max. +2°C“ ist in Tirol mit aktuell + 1,8°C bereits nahezu erreicht. Der Alpenraum ist von der Klimakrise überdurchschnittlich betroffen. Nur die Steigerung der Energieeffizienz ermöglicht die weitgehend regionale Energie-versorgung unserer Gebäude durch Verwendung erneuerbarer Energieträger.        
Derzeit gehen rund 35 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs auf das Konto des Gebäudesektors. In Tirol sieht das nicht anders aus. Die meisten CO2-Emissionen im Gebäudebereich werden durch das Heizen und Kühlen verursacht

Tirols Treibhausgasverursacher nach Sektoren; Quelle: Klimafortschrittsbericht Tirol 2020, Amt der Tiroler Landesregierung
  • Legende:
  • Energie
  • Industrie
  • Verkehr
  • Gebäude
  • Landwitschaft
  • Abfallwirtschaft
  • F-Gase

Die NHT schärft nun das Bewusstsein dafür, wie wichtig dabei der großflächige Einsatz erneuerbarer Energien ist und dass der Anteil der grauen Energie dabei reduziert sowie der Einsatz ökologischer Baustoffe im Gebäudesektor erhöht werden muss.
 
Das klare Ziel der NEUEN HEIMAT TIROL ist es, sowohl die Bestandsbauten als auch den Neubau konform mit der Tirol 2050 Initiative klimaneutral und lokal erneuerbar zu versorgen.


Die Effizienzstandards der NHT auf nationaler und internationaler Ebene


Der Passivhaus PLUS-Standard erfüllt nebenbei als erster deklarierter Effizienzstandard die Anforderungen der Europäischen Union an Nearly Zero Energy Buildings (NZEB). Die Richtlinie der EU ist seit 2019 für öffentliche Gebäude in Kraft und gilt für alle anderen Gebäude seit Januar 2021.

Im Zeichen ihres eigenverantwortlichen Handelns, blickt die NEUE HEIMAT TIROL dabei auch über die Tiroler Landesgrenzen hinaus und unterstützt zB. die klimaaktiv Initiative des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Innovation und Technologie.
Unsere aktuell 111 klimaaktiv deklarierte Gebäude unterstreichen dabei auch den verantwortungsvollen Umgang der NEUEN HEIMAT TIROL mit ökologischen Baumaterialen. Alle unsere, jeweils vor der Übergabe ausgeführten, VOC (Volatile Organic Compound) Innenraum-Luftgütetests weisen geringste bis gar keine flüchtigen organischen Verbindungen dieser Art auf. Letztere stehen ua. im Verdacht stark am Anstieg kanzerogener Erkrankungen beteiligt zu sein. Ein weiterer wichtiger Beitrag der NHT zur Wohngesundheit unserer BewohnerInnen.

Warum kann der Einsatz von Photovoltaik der Schlüssel zur Energiewende sein ?


Zur Erreichung der Klimaschutzziele ist neben dem Energiesparen und einer höchst möglichen Energieeffizienz die Bereitstellung lokal erneuerbarer Energie die Kernaufgabe der nächsten Dekade. Bei der Bereitstellung in Form von elektrischer Energie bekommt die Photovoltaik, aufgrund der immer günstiger, langlebiger und dabei wartungsarm und lokal gänzlich emissionsfreien Erzeugung erneuerbarer Energie einen immer größeren Stellenwert.
Die aktuelle Ausrichtung auf rein strombasierte Versorgungssysteme im Gebäude unterstreicht dies zusätzlich. Durch den Betrieb von Komfortlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnungsraten von bis zu 95%, sowie dem verstärkten (auch kommunal geförderten) Einsatz von Wärmepumpen im Bereich der Bereitstellung von Raumwärme und vermehrt auch in der Warmwasserversorgung, wird die Errichtung und der Betrieb von Photovoltaikanlagen immer wirtschaftlicher. Der Eigenverbrauch ist hier dazu der Schlüssel. Dieser kann somit leicht auf ein sinnvolles ökologisches und ökonomisches Maß angehoben werden und die Herausforderungen an das Verteilernetz durch sommerliche Überproduktion von Photovoltaikanlagen (Netzbelastung/Netzstabilität) sinken. Eine Win-Win-Situation stellt sich ein.

Die NHT strebt daher danach, bei jedem Neubau im Passivhaus-Standard das ökonomische und ökologische Maximum an erneuerbarer Energie, in Form zb. einer Photovoltaikanlage (mit max. Dachbelegung) in Kombination mit einem ökologischen und langlebigen Batteriespeicher und einem darauf abgestimmten haustechnischen Gesamtkonzept, vorzugsweise bereits auf Quartiersebene gedacht und geplant, zu realisieren.

Nächstes Kapitel

Klimafit bauen & wohnen

scroll

Klimafit bauen & wohnen

Energiesparend bauen


Die NEUE HEIMAT TIROL ist Trendsetter im gemeinnützigen Wohnbau für moderne, architektonisch anspruchsvolle und vor allem energiesparende Gebäude.

Netto-Null-Gebäude 

Die Anforderungen werden strenger, die Standards höher und die Bewohner zeigen mehr Bewusstsein im Umgang mit dem Ressourcenverbrauch.
Innovative Konzepte sind das Gebot der Stunde. Die Passivhaus ­Qualität gehört schon längst zum Standardrepertoire. Die NHT entwickelt und errichtet ihre Objekte seit 2012 ausschließlich im Passivhausstandard. Mit dem 2015 fertiggestellten Netto­-Null­-Gebäude im Innsbrucker Stadtteil Kranebitten hat die NHT einen nächsten Schritt gesetzt. Der Mehrwert für die Bewohner besteht darin, dass die gesamte Energie für die allgemeine Haustechnik inklusive Heizung und Warmwasser, selbst produziert wird. Dafür sorgen eine Grundwasserwärmepumpe, eine thermische Solaranlage und eine Photovoltaik­ Anlage.
Die Bewohnerinnen und Bewohner von heute wünschen sich, möglichst energie­unabhängig zu sein, gleichzeitig wollen sie einen Beitrag für die Umwelt leisten. Genau diese Erwartungen sind als Grundgedanken auch in die Planung dieser innovativen Liegenschaft eingeflossen. Es gilt, Wärmeverluste zu minimieren und Energiegewinne optimal einzusetzen. Die Integration einer kontrollierten Wohnraumbelüftung bringt zugleich enorme Vorteile für den Bewohner. Der Luftaustausch findet reguliert statt, wobei individuelle Eingriffe jederzeit möglich sind.

Größtes Passivhaus PLUS Wohnquartier weltweit

Dasselbe Modell, nur eine Dimension größer wird derzeit in der Marktgemeinde Rum realisiert: Im November erfolgte dort der Spatenstich für den derzeit weltweit größten Passivhaus Plus­ Wohnquartier. Übers Jahr gerechnet wird am Gebäude etwa so viel Energie erzeugt werden können, wie verbraucht wird.
Über einen Anschluss an das Abwärmenetz der Tirol Kliniken sowie mehrere Wärmepumpen wird die gesamte Wohnanlage beheizt. Nachhaltig und CO2-­frei ist auch die Stromversorgung mit einer 710 m² großen Photovoltaikanlage auf den Gebäudedächern. Die damit erzeugte Energie wird in Kooperation mit der TIWAG als Mieterstrommodell zur Verfügung gestellt und für die dezentrale Warmwasserbereitung und Haustechnik verwendet. Auf diese Weise ist ein hoher Selbstversorgungsgrad möglich.

Haus ohne Heizung

Unterdessen wird bereits eifrig an den nächsten Projekten gearbeitet. Inspiration und Vorbild ist das „Haus ohne Heizung“ des Vorarlberger Architektenbüros Baumschlager Eberle, mittlerweile bereits mehrfach im Ländle erfolgreich umgesetzt. Geheizt wird über die Wärmeabgabe der anwesenden Menschen (die dabei ständig rund 80 Watt auf ihre Umgebung abstrahlen), der technischen Geräte und der Beleuchtung. Durch Sensoren gesteuerte Lüftungsflügel regulieren den CO2­-Anteil und die Raumtemperatur, die sich so stets zwischen 22 und 26 Grad Celsius bewegen soll.

Umweltschonend heizen


Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit sind wesentliche Faktoren bei der Energieversorgung der NHT-Wohnanlagen. Schon jetzt wird bei Heizungsanlagen in Neubauten zur Gänze auf Öl und Gas verzichtet. Aber auch bei den Sanierungen hat die NHT die Nase vorne. Das Ziel ist, sämtliche zentral beheizten Mietwohnanlagen bis 2030 auf erneuerbare Energieträger umzustellen.

Wussten Sie, dass eine Novelle der Tiroler Bauordnung bei Neubauten Ölheizungen verbietet und alternative Energiesysteme forciert?

Bei Neubauten bzw. größeren Renovierungen muss das Bauvorhaben auf die technische, ökologische und wirtschaftliche Realisierbarkeit von hocheffizienten Energiesystemen geprüft werden. In der NHT ist das gelebte Praxis. Jedes Objekt wird einzeln betrachtet, die Energieträger werden objektspezifisch ausgewählt. Bei einzelnen Objekten, bei denen der Umbau aus wirtschaftlichen oder baulichen Gründen nicht möglich ist, werden die Heizanlagen saniert und zu 100 Prozent auf Biogas umgestellt (unter der Voraussetzung einer flächendeckenden, hundertprozentigen Biogasversorgung in Tirol).

Welche Energieträger bei der Umstellung verwendet werden, hängt davon ab, ob das Bestandssystem ein Niedertemperatur- oder Hochtemperatursystem ist, und ob die Warmwasserbereitung zentral oder dezentral erfolgt. In Bestandsanlagen spielen dabei auch die Platzverhältnisse eine wichtige Rolle.
Bei einem Hochtemperatursystem (z.B. Heizkörper, zentrale Warmwasserbereitung) werden die Anlagen auf Biomasse (Pellets) umgebaut oder, sofern die Anforderungen passen, an das örtliche Fernwärmenetz angeschlossen. Bei einem Niedertemperatursystem (z.B. Fußbodenheizung, dezentrale Warmwasserbereitung) setzt die NHT immer öfter auf moderne Wärmepumpensysteme.

Durch die Optimierung und Erneuerung veralteter Heizsysteme sowie die richtige Dämmung der Gebäudehülle können bis zu 80 Prozent des Wärmebedarfs eingespart und fossile Energieträger durch erneuerbare ersetzt werden.

LED ins Dunkel


Tiefgaragen über 1.600 Quadratmeter müssen aus Sicherheitsgründen Tag und Nacht beleuchtet sein. Das geht ins Geld.
Die NHT hat deshalb in den letzten Jahren sämtliche Großgaragenanlagen auf LED Beleuchtung umgerüstet und mit Photovoltaik Paneelen ausgestattet: Über 8.000 Tiefgaragenplätze werden nunmehr mit Sonnenstrom beleuchtet. Die Einsparungen senken die Betriebskosten nachhaltig. Die NHT ist bemüht, durch technische Innovationen die Bewirtschaftungskosten klimaneutral zu senken bzw. zu halten und Wohnen somit leistbar zu machen.

Auszeichnungen

Nächstes Kapitel

5-Euro Wohnbau

scroll

5-Euro Wohnbau

Leistbares Wohnen in dieser besonders günstigen Form bedarf maximal optimierter Kosten. So sind Grundstückseigentümer, insbesondere Gemeinden, Kirche und das Land Tirol aufgerufen, geeignete Grundstücke zur Verfügung zu stellen. Durch gezielte Eingriffe in die Planung, wie beispielsweise der Verzicht auf Untergeschoße und Tiefgaragen, kompakte und einfache Grundrisse, sowie effiziente und wartungsoptimierte Haustechnik, werden Bau- und in weiterer Folge auch die laufenden Bewirtschaftungskosten reduziert, ohne dass Abstriche in der Qualität der Wohnräume und damit in der Wohnqualität erfolgen.

Die NEUE HEIMAT TIROL, hat als erster Bauträger Tirols in der Stadtgemeinde Schwaz einen sogenannten 5-EURO-Wohnbau errichtet. Wie bereits aus dem Namen ableitbar, betragen dabei die Kosten für einen Quadratmeter Wohnfläche 5 Euro brutto.  Darin enthalten sind auch bereits sämtliche laufenden Nebenkosten, wie beispielsweise Betriebs- und Heizkosten sowie die Umsatzsteuer
Der Erstbezug der Wohnanlage in Schwaz mit 18 Mietwohnungen erfolgte bereits im Jahr 2017. Im Jahr 2020 wurden zwei weitere 5-EURO-Wohnbauten in Baumkirchen mit 14 Mietwohnungen und in Haiming mit 23 Mietwohnungen an die Bewohnerinnen und Bewohner übergeben. Weitere 33 Wohnungen entstehen bis zum Jahr 2022 in der Marktgemeinde Rum.

Das Bestreben der NEUE HEIMAT TIROL, leistbaren Wohnraum für die Tiroler Bevölkerung zu schaffen, wird vom Land Tirol als Fördermittelgeber zusätzlich mit Impulsen in Form von erhöhten Förderungskrediten für den 5-Euro-Wohnbau unterstützt.

Um zu gewährleisten, dass diese günstigen Wohnungen zielgerichtet der einkommensschwächeren Bevölkerung zugutekommen, werden die geltenden Einkommensobergrenzen der Wohnbauförderung Tirol für Wohnungswerber einer 5-EURO-Wohnung zusätzlich um ein Drittel reduziert.

Besonderer Mietwohnbau 5-EURO-WOHNEN

Allgemeines

  • Mietwohnungen
  • Kleinwohnanlagen mit 15 bis 25 Wohnungen
    überwiegend 2 oder 3-Zimmerwohnungen
  • Verzicht auf Kellergeschoß und Tiefgarage
  • angestrebtes Gesamtentgelt inklusive Betriebskosten und Heizkosten und Umsatzsteuer: rund € 5,00/m2 Nutzfläche

Finanzierung

  • Verstärkter Einsatz von Sozialkapital der Gemeinnützigen Bauvereinigungen (Eigenmittel)
  • Wohnbauförderung
  • Beitrag der Bauortgemeinde (z.B. günstiges Baugrundstück, Reduktion der Erschließungskosten)
  • Bankmittel

Einfache
Ausstattung

  • Kompaktheit des Gebäudes, einfache Grundrisse (mehr Raum und flexiblere Nutzungsmöglichkeiten)
  • einfache Grundausstattung
  • einfache, wartungsarme Haustechnik
  • reduzierte Außenanlagen

Vergabe

  • 85% der Wohnungen werden über die jeweilige Bauortgemeinde vergeben
  • 15% der Wohnungen werden duch das Land Tirol in enger Abstimmung mit der Gemeinde vergeben

Einkommensobergrenzen

lt. Tiroler Wohnbauförderung

Personen
anzahl
  • 1
  • 2
  • 3
  • > 3
WBF Richt
linie (€)
  • 3.000,-
  • 5.000,-
  • 5.370,-
  • jeweils 370,- mehr
5-EURO-
Wohnen (€)
  • 2.000,-
  • 3.333,33
  • 3.580,-
  • jeweils 246,67 mehr